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Projektinformationen der AG Wildformen
19.10.2018 18:09:09
Artikel research*eu: Forschungen an Gouldamadinen
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Wenn sich Gouldamadinen (Erythrura gouldiae), die zu den Sperlingsvögeln gehören, paaren, hängt das Geschlecht der Nachkömmlinge von der Kopffarbe des Männchens ab. Von diesen australischen Sperlingsvögeln gibt es zwei Arten: eine mit einem schwarzen und eine mit einem roten Kopf. Wenn Vater und
Mutter die gleiche Kopffarbe haben, ist das Verhältnis zwischen den geschlüpften weiblichen und männlichen Jungvögeln ausgeglichen. Sind jedoch die Elterntiere unterschiedlicher Farbe, sind im Nest mehr als 80 % der jungen Sperlingsvögel männlich. Auf diese Weise erhöhen sich die Überlebenschancen der Nachkommenschaft, da aufgrund genetischer Unverträglichkeiten zwischen den beiden Sperlingsarten die Sterblichkeit weiblicher Jungvögel höher ist, wenn die Elterntiere verschieden sind. Um den Einfluss der zukünftigen Muttervögel auf das Geschlecht des Nachwuchses zu ermitteln, hatten die Forscher der Macquarie University (AU) die Idee, den Kopf der Brautwerber zu färben. Die Ergebnisse der in Science veröffentlichen Studie zeigen, dass die Weibchen gleich viele „Jungs“ und „Mädchen“ zeugten, wenn sie glaubten, dass sie sich mit einem Männchen der gleichen Art paarten. Die Brut ist folglich nicht von den tatsächlichen genetischen Eigenschaften des Männchens abhängig, sondern davon, was das Weibchen „denkt“. Jedoch heißt das noch lange nicht, dass es bei Frauen immer nur nach ihrem Kopf geht."

Quelle: research*eu Nr. 61 – Juli 2009


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